Produktdiversifikation
Die Produktdiversifikation liegt vor, wenn ein unternehmen eine neue Produktlinie einführt. Das Gegenteil ist der Rückzug.
Formen
- intern: Das unternehmen wächst aus eigener Kraft und entwickelt das Produkt selbst;
- Übernahme: Ein anderes unternehmen wird samt den gewünschten Produkten hinzugekauft;
- Kooperation: Neue Produkte werden mit einem partner entwickelt. Kooperationen können verschieden intensiv sein, von losen Joint Ventures bis zu strategischen Allianzen und Netzwerken.
Richtung
- horizontale: Ein unternehmen nimmt ein Produkt der gleichen Wirtschaftsstufe in sein Sortiment auf. Es besteht ein sachlicher Zusammenhang mit dem bisherigen Produktprogramm.
- z.B.: Ein PKW-Hersteller produziert LKW.
- vertikale: Orientiert sich an der Wertschöpfungskette und bezeichnet die Erweiterung des Produktionsprogramms um Produkte aus vor- und nachgelagerten Wirtschaftsstufen (auch Vorwärts-/Rückwärts-Integration genannt)
- z.B.: Ein restaurant betreibt LandWirtschaft zur Produktion von günstigem Fleisch und Gemüse.
- z.B.: Ein AutoHersteller produziert Reifen.
- lateral: Bezeichnet die Erweiterung des Produktionsprogramms um Produkte, die für das unternehmen völlig neu sind und keinem technischen oder Wirtschaftlichen Zusammenhang mit den bisherigen Produkten stehen.
- z.B.: Ein AutoHersteller produziert Flugzeuge (neue Produkte auf neuen Märkten)
- konzentrisch: Ein AutoHersteller, der besonders gut Lieferanten koordiniert, tut dies in der Luftfahrtbranche (Fähigkeiten in andere Wertschöpfungskette exportieren).
Ein mögliches Maß zur Messung der Diversifikation ist der Berry-Index.
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